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Der Porsche Club Great Britain und der Porsche Club of America treten am 16. und 23. Mai gegeneinander im ersten internationalen Porsche Club Sim-Race an.

Die Premiere dabei: Die „International Sim Racing Challenge“ findet im Rennsimulator statt – iRacing als perfekte Alternative zu tatsächlichen Fahrevents, die derzeit aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht stattfinden können. Beide Clubs schicken 50 ihrer besten „Sim-Racer“ auf die beiden virtuellen Kurse: auf die legendäre Rennstrecke im englischen Silverstone und auf die „Road America“.

Auch wird es am Rande der Online-Rennen Interviews geben – unter anderem mit der Clubpräsidentin des PCGB, Edwina Pike, dem Präsidenten des PCA, Tom Gorsuch, sowie mit dem Porsche Rennfahrer Patrick Long.

Termine in der Übersicht:
16. Mai – iRace in Silverstone (GB)
23. Mai – iRace auf der „Road America“ (USA)
jeweils 22 Uhr (MESZ)

Das Spektakel wird live auf YouTube übertragen, hier gestreamt und von britischen, amerikanischen und kanadischen Kommentatoren präsentiert:

Eine Porsche Club Weltpremiere

Seit den 90er-Jahren haben sich Video-Rennspiele enorm weiterentwickelt. Wer nun aber iRacing mit Computerspielen vergleicht, der parkt in einer Sackgasse. Denn beim Sim-Racing handelt es sich um computergestützte, professionelle Simulationen – vergleichbar mit Flugsimulatoren, in denen Pilotinnen und Piloten ausgebildet und trainiert werden. Um alles so realitätsgetreu wie möglich nachzubilden, werden Rennstrecken per Laser gescannt und bis ins kleinste Detail nachgebildet. Auch die Fahreigenschaften im Simulator ändern sich und reagieren auf Belag, Curbs, Grip und Regennässe. Um das Fahrverhalten realistisch und dynamisch zu generieren, stehen den Entwicklern echte Rennfahrer als Berater zur Seite. So entspricht das Handling der Porsche Fahrzeuge so getreu wie möglich dem ihrer Originale. Kein Wunder also, dass Sim-Rennen immer mehr Motorsport-Fans begeistern.

Während das Sim-Racing-Programm des Porsche Club of America in sein zweites Jahr startet, haben die britischen Clubfreunde am 20. April mit einem Auftaktrennen ihre erste digitale Saison eröffnet. Den Einfall für den transatlantischen Online-Wettbewerb kam den Porsche Club Vertretern beider Länder bei einem Meeting der Clubpräsidenten in Portugal. Die Clubpräsidententreffen, die das Porsche Community Management organisiert, sind generell ein guter Moment, um Kontakte zu knüpfen und sich zum Beispiel über Sim-Racing zu unterhalten. Dort kamen also Mandy Sear, Event- und Motorsport-Managerin des PCGB und ihr General Manager Richard Baldelli mit Jim Hemig, dem National Marketing Director des PCA ins Gespräch. Thema: die Simulator-Rennserien, die Hemig und der PCA erfolgreich etablierten. „Wir wussten natürlich vom Sim-Racing des PCA“, sagt Mandy Sear. „Und nachdem wir mit Jim Hemig gesprochen und dann unsere eigene Serie gestartet hatten, trieben wir auch gleich die Idee voran, eine internationale Sim-Serie mit zwei Rennen Club gegen Club auf die Beine zu stellen.“

Beim Porsche Club in den Vereinigten Staaten ist die Sim-Serie nämlich bereits ein voller Erfolg: Über 250 Racer aus sämtlichen 14 PCA-Zonen und den meisten der 145 US-Regionen nahmen an den bisherigen 28 Sim-Races teil, die live auf YouTube übertragen und gut 70.000 Mal aufgerufen wurden, wie Matthew Mitchell, PCA Marketingleiter des amerikanischen Sim-Programms, enthusiastisch mitteilt. „Die Beteiligung und die Begeisterung, die die PCA Sim Racing Serie hervorruft, haben meine Erwartungen weit übertroffen.“ Aufgrund der überwältigenden Publikumsresonanz konnten die Verantwortlichen vom Porsche Club of America sogar noch einen draufsetzen: Bei den Veranstaltungen interviewen sie nun Motorsport-Größen, etwa die Porsche GT-Werksfahrer Earl Bamber, Matt Campell, Laurens Vanthoor und Patrick Long. Diese nutzen das iRacing-Programm natürlich selbst zu Trainingszwecken. Entsprechend kennen sie die Simulationserfahrung genau und können aus dem Nähkästchen plaudern.

„Der Porsche Club of America hat das Sim-Racing-Programm aufgelegt, weil wir die Porsche Begeisterung des Clubs auch auf den digitalen Bereich ausdehnen wollten“, berichtet Vu Nguyen. Mit Erfolg: „Die Bildqualität ist spektakulär und die professionellen Kommentatoren bringen so viel Realismus in jeden Aspekt des Rennens“, sagt der Executive Director des PCA. „Selbst wenn man nur zuschaut, ist es so aufregend wie hinter dem Steuer. Und vor allem hat uns das Sim-Racing die Gelegenheit eröffnet, einen sportlich-fairen Wettbewerb innerhalb unserer internationalen Porsche Club Familie auszutragen.“

„Wir sind äußerst dankbar dafür, dass uns der PCA bei der Etablierung unserer Sim-Serie zur Seite stand“, betont Richard Baldelli, der General Manager des PCGB, „Ich bin überzeugt davon, dass das Sim-Racing immer mehr Clubmitglieder ansprechen, sich zum festen Bestandteil im Eventkalender entwickeln und eine Clubmitgliedschaft um eine weitere spannende Facette bereichern wird – ganz nach US-amerikanischem Vorbild.“ Und er hofft, dass der Umgang mit den Online-Skills das ein oder andere Clubmitglied dazu bewegen wird, die ersten Schritte Richtung echter Berg-, Sprint- oder Clubmeisterschaften zu wagen.

Mandy Sear sieht derweil viel Potential für eine globale Club-Sim-Community. „Wir hoffen, dass viele Clubs diesem Beispiel folgen“, sagt die Britin und spannt ein aufregendes Zukunftsszenario: „Die virtuellen Veranstaltungen lassen die internationale Porsche Club Familie noch enger als weltweite Gemeinschaft zusammenrücken. Wir könnten Club-Online-Rennen auf Formel 1-Strecken rund um die Welt fahren und womöglich eine internationale Clubmeisterschaft ausrichten.“ Auch Matthew Mitchell vom PCA hofft, dass diese Rennserie andere Porsche Clubs inspiriert, über Sim-Racing nachzudenken und vielleicht eines Tages auch mit dem PCA und dem PCGB in einem internationalen Rennen anzutreten. Auch das Porsche Community Management hat sich der Sache bereits angenommen.

In Sachen iRacing scheinen der Fantasie also keine Grenzen gesetzt. Der Grund ist klar: Die Kosten für Fahrsimulatoren sind verhältnismäßig gering, der Spaß aber ist enorm und das verbindende Element bleibt: die Liebe zu Porsche. Ein weiterer Aspekt: Sim-Rennen kommen ohne Social Distancing aus – eben weil sie im Internet ablaufen. Auch deshalb haben solche Wettbewerbe in letzter Zeit erheblich an Popularität gewonnen und stellen im Online-Portfolio der Clubs ein attraktives Angebot dar. „In diesen Zeiten, die uns alle vor Herausforderungen stellen, in denen wir weltweit physisch auf Distanz gehen müssen, freuen wir uns, dass wir unseren Enthusiasmus für Porsche, unsere Kameradschaft im Club und auch unsere Begeisterung für das Sim-Racing mit den Porsche Clubs weltweit teilen können“, betont PCA-Präsident Tom Gorsuch, der sich als echter Sportler auf „faire und respektvolle Rennen“ freut. „Wir wünschen unseren Freundinnen und Freunden vom Porsche Club Great Britain viel Erfolg.“ Und Jim Hemig, die treibende Kraft hinter der Veranstaltung auf PCA-Seite, fügt hinzu: „Mir berichten oftmals Clubmitglieder, dass die Sim-Erfahrung mit zu ihren besten Motorsport-Erlebnissen überhaupt zählt“, erklärt er. „Die International Sim Racing Challenge sollte sich also kein Motorsport-Fan entgehen lassen.“ Mark Phillips vom Porsche Club Great Britain betont den sozialen Aspekt des Online-Events. „In einer Zeit, in der wir alle voneinander getrennt sind, ist es eine Freude, mit unseren Porsche Freunden von der anderen Seite des Teiches virtuell zusammen kommen zu können. Es wird großartig Spaß machen – und ich vermute, dass die Veranstaltung uns allen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.“

Die Wünsche des PCA gibt Edwina Pike gerne an ihre Kolleginnen und Kollegen von „overseas“ zurück. „Wir freuen uns riesig darauf, mit unseren PCA-Freundinnen und -Freunden in diese gemeinsame Challenge zu gehen“, sagt die britische Clubpräsidentin, die sich sicher ist, dass viele PCGB-Mitglieder sich die Rennen „im Live-Feed ansehen, unsere Rennfahrer anfeuern und dieses hyperrealistische und super-aufregende Spektakel genießen werden. Wir sehen uns am Samstag!“

Eines ist klar: Natürlich können virtuelle Rennevents das Erlebnis und die Emotionen des Porsche Fahrens auf echtem Asphalt nicht ersetzen. Aber dieses, in der Clubwelt bisher einzigartige Spektakel, dieser Start einer zukünftigen Legende, sollte sich weltweit kein Clubmitglied entgehen lassen.

Der Porsche Club of America streamt die beiden Rennen auf YouTube und auch die Porsche Club News hat den Stream hier auf unserer Seite eingebettet. Also, es gilt! PCA vs PCGB: Samstag, 16.05., 22.00 Uhr. Wir sehen uns hier.

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